Christoph Weisse

fotografie-blog

Dieser Foto-Blog berichtet aktuell über interessante Erfahrungen, Neuheiten und Ideen in der Landschafts- und Naturfotografie.

 

EVERGLADES NATIONAL PARK

Wer sie einmal gesehen hat, weiß, dass die Everglades einen unvergesslichen Schatz der Natur darstellen, der international kaum Konkurrenz findet. Nachdem ich schon viel gehört, aber noch viel mehr über dieses riesige Gebiet außergewöhnlicher Flora und Fauna gelesen hatte, nutzte ich die Gelegenheit eines Besuches in Miami zum Besuch der Everglades.

Der Everglades Nationalpark nimmt einen großen Teil der sumpfigen, subtropischen und tierreichen Südspitze Floridas ein. Vom 100 km nördlich gelegenen Lake Okeechobee, dessen Wasserspiegel nur 4 1/2 m über Meer liegt, fließen sehr langsam bis zu 80 km breite, aber lediglich 15 cm tiefe Wassermassen (slough) nach Süden, durchqueren die Everglades (Grassee) des Everglades Nationalparks und münden in die Florida Bay. Auf dem kalkhaltigen, schlammigen Grund dieser endlos scheinenden Wasserflächen wächst hohes Sägegras (saw grass). Die wenigen inselartigen, von Auge kaum feststellbaren Erhebungen (hammock) sind dicht bewachsen mit tropischen Harthölzern. In der Mischzone von Süß- und Salzwasser entlang der Meeresküste zieht sich ein 10 bis 20 km breiter, undurchdringlicher Mangrovenwaldstreifen hin. Die für die USA einmalige Landschaft ist auch bezüglich der Tierwelt außergewöhnlich. In der insektenärmeren Trockenzeit von Mitte Dezember bis Anfang Mai konzentriert sich das Tierleben auf von Alligatoren gegrabenen und erweiterten Wasserlöcher (gator hole). Bemerkenswert ist die Vogelwelt mit über 300 Arten. Die beim Osteingang beginnende Strasse des Everglades Nationalparks führt an tierreichen Tümpeln vorbei und endet im ehemaligen Fischerdorf Flamingo im Süden des Parks. 

Als einziges subtropisches Naturschutzgebiet Nord Amerikas wurde der Everglades Nationalpark 1947 von US-Präsident Harry S. Truman gegründet und als internationales Biosphärenreservat 1979 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Die Indianer nannten das riesige Feuchtgebiet „Pa-hay-okee“, „Fluss aus Gras“. Tatsächlich sind die Everglades kein Sumpf, sondern ein träge fließender Fluss, dessen Strömung man mit bloßem Auge kaum wahr nimmt. Bei den Everglades handelt es sich um ein Feuchtgebiet mit gigantischen Ausmaßen, das während der Sommermonate überflutet ist und im Winter austrocknet. Das Wasser der Everglades bewegt sich langsam südlich in Richtung des Golfes von Mexiko und der Florida Bay. Das Ökosystem der Everglades besteht aus verschiedenen Lebensräumen.

Für diese Reise hatte ich nur eine Minimalausrüstung dabei, eine Nikon 800E und mein Back-Up Reisezoom Nikkor AF-S 3.5-5.6/18-300 mm, um das Gewicht zu sparen. Dazu das RRS Taschenstativ TVA-01 , das trotz der geringen Grösse sehr gute Dienste leistet.