Christoph Weisse

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Dieser Foto-Blog berichtet aktuell über interessante Erfahrungen, Neuheiten und Ideen in der Landschafts- und Naturfotografie.

 

Libysche Sahara und weisse Wüste

Die sog. Weisse Wüste (arab.: el-sahara el-beida) liegt im ägyptischen Teil der libyschen Sahara zwischen den Oasen Bahariyya und Farafra, etwa 30 km nördlich der letzteren und 500 km südwestlich von Kairo. Schon 2002 wurde die Weiße Wüste mit ihrer Umgebung zum Nationalpark erklärt. Dieser erstreckt sich über 3010 km² mit einer weiteren Pufferzone von 971 km². Seit 2008 patrouillieren Park Ranger, zu deren Aufgaben unter anderem die Erhebung von Eintritt- und Übernachtungsgebühren bei Touristen gehört. Dennoch ist die Weisse Wüste noch immer nur wenig bekannt, obwohl in den letzten Jahren mehr und mehr Reiseunternehmer Touren in die Weisse Wüste anbieten.

Das Kern-Areal der Weißen Wüste umfasst etwa 12 mal 12 km und ist bekannt wegen seiner Kalksteinformationen, die es zu einem großen natürlichen Skulpturenpark machen. Davon zu unterscheiden ist die Westliche Weiße Wüste (el-sahara el-beida gharbiya), die weniger durch individuelle Skulpturen als durch größere Formationen imponiert. Durch Erosion und Einfluss von Wind ist hier im Laufe von Jahrtausenden eine Region von bizarren Kalksteinskulpturen entstanden, die inmitten von Sand und Dünen eine einzigartige und überwältigende Landschaft bilden. Den Namen erhielt diese Region von den vielen weißen Kalksteinformationen, die im ockerfarbenen Sand wie Packeis in der Wüste wirken. Die bizarren Blöcke und Steinskulpturen sind Meisterwerke der Natur. Die Kalkfelsen sind so schneeweiß, dass sie selbst in der größten Hitze kühl bleiben. Früher war hier der Boden eines flachen Meeres, auf dem sich vor etwa 1 Mio. Jahren während der Kreidezeit aus den Überresten fossilen Lebens Kalkformationen bildeten. Als sich das Wasser schließlich zurückzog, waren diese fragilen Formationen Sand und Wind ausgesetzt. Die Erosion formte bizarre Pilzgebilde, wie sie heute zu bewundern sind.

Die Anreise erfolgt über Kairo, von wo aus es mit dem Bus etwa 400 KM bis in die Oase Bahariyya weitergeht. Dort erfolgt der Umstieg auf Geländewagen, die unabdingbar für die Fahrt durch die Weisse Wüste sind. Bedingt durch die Unübersichtlichkeit der Gegend und auch der Grenznähe zu Libyen wird einerseits von der ägyptischen Regierung die Begleitung durch bewaffnete Soldaten empfohlen (> Sicherheitshinweise des auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland), wenn man sich jedoch nicht einer Reisegruppe anschliessen will ist jedoch dringend der Einbezug eines lokalen Führers anzuraten. Zur Bildergalerie >>

The White Desert (Arabic: el-el-Saharan beida) is in the Egyptian part of the Libyan Sahara, between the oases of Bahariyya and Farafra, about 30 km north of Farafra and 500 km southwest of Cairo. In 2002, the White Desert with its surroundings was declared as a national park. This extends over 3010 km² with an additional buffer zone of 971 km². Since 2008 park rangers patrol in the park. Nevertheless, the White Desert is still an unknown area, although in recent years more and more travel companies offer tours in the White Desert. 

The core area of he White Desert covers about 12 by 12 km and is known for its limestone formations that make it a great natural sculpture park. This area must be distinguished from the Western White Desert (Sahara el-el-Gharbiya beida), which is less impressive by individual sculptures than by larger formations. A region of unique limestone sculptures was created by erosion and impact of wind which is a true paradies for every photographer. The name was given to this region because of the many white limestone formations that appear in the ocher-colored sand like pack ice in the desert. The bizarre blocks and stone sculptures are masterpieces of nature. The limestone cliffs are as white as snow and they remain cool even during the greatest heat. Once there was the bottom of a shallow sea on which were formed about 1 million years ago limestone formations from the remains of fossil life during the Cretaceous period. As the water retreated, these fragile formations were exposed to sand and wind. The erosion created bizarre mushroom-shaped structures, as they can be admired today.

A trip to the white desert starts in Cairo, from where it goes by bus about 400 KM to the oasis Bahariyya. From there Off-road vehicles have to be used, which are essential for the trip through the White Desert. Due to the complexity of the area and also because of the near border with Libya an escort by armed soldiers is recommended by the Egyptian government.